Die Kalkulation

Ja, da kommt jetzt eine ganz schön große Zahl heraus und das ist der Punkt, wo viele sagen:
“Das können wir nicht bezahlen”. Das war bei uns genauso. Jetzt muss man ganz genau rechnen.

Zuerst bilden wir die Summe aus:

Kosten des Grundstücks
Kosten des Hauses
Kosten für Anschlüsse
Kosten für den Kaufvertrag
Kosten für Vorhergesehenes *
Kosten für Unvorhergesehenes **

* Diese Zahlen können Sie von Leuten erfahren, die in Ihrem Baugebiet schon gebaut haben oder von Freunden, Bekannten und Verwandten, die das Bauen schon hinter sich haben. Auch die Unternehmen, an die Sie Zahlen müssen , verraten Ihnen Ihre Preise. Je mehr Informationen Sie haben, desto besser.

** Für Unvorhergesehenes planen Sie am Besten einen Pauschalbetrag von 10.000,-- DM ein
(nur ein Richtwert). Diesen Betrag müssen Sie ja bei der Endgültigen Kreditaufnahme nicht ausschöpfen, oder Sie nehmen das Geld und legen es zu 7 % bei einer Bank an.

Von der Summe aller voraussichtlichen Kosten ziehen Sie nun Ihr Eigenkapital ab und erhalten die Kreditsumme, die Sie benötigen. Damit gehen Sie zu Ihrem Kreditgeber und lassen sich die monatliche Belastung ausrechnen. Jetzt haben Sie eine Zahl mit der man Kalkulieren kann.

Nehmen Sie jetzt Ihr monatliches Gesamt-Nettoeinkommen und ziehen Sie den monatlichen Abtrag ab. Von dem Rest ziehen Sie noch voraussichtlichen Kosten für Heizung, Wasser, Strom, Grundsteuern, Müllabfuhr, Versicherungen, Fahrkosten zur Arbeit und alle monatlichen Kosten, die Sie sonst noch haben, ab. (VORSICHT: Ein Haus verursacht mehr Heiz-, Strom-, Wasserkosten als eine Mietwohnung !)

Was jetzt noch übrigbleibt, das können Sie verbraten oder Sie sparen für einen schönen Urlaub. Ich hoffe, dass da noch etwas übrig geblieben ist, weil sonst können Sie jetzt Ihren Traum vom Eigenheim vergessen.

Jetzt fragen Sie sicherlich:” Und was ist mit der staatliche Eigentumsförderung ?”, und da fragen Sie zurecht. (Wird es wohl nicht mehr lange geben!!!)
Viele Leute beziehen diese Förderung (40.000,00  DM / 8 Jahre x 5000,00 DM) mit in ihre Kalkulation ein. Die Bausparkassen machen das auch. Ich rate aber davon ab. Viele Leute müssen nach 9 Jahren ihr Haus wieder verkaufen, weil die Förderung zur Tilgung fehlt. Nehmen Sie lieber das Geld und legen es z.B. in einer Rentenversicherung für 12 Jahre fest. Dort können Sie das Geld fast verdoppeln und können dann nach der Zeit ein superhohe Sondertilgung in den Kredit hineinschießen.

Sollten Sie  jetzt sagen:”Mensch, ist ja doch noch was über”, dann sollten Sie nicht mehr länger zögern, und anfangen sich als Bauherr zu bezeichnen.

Nichts wie los, Verträge gemacht !!!